'Zahnerhaltung'
 
Amalgamfüllung  
 
Ein ordentlicher Kompromiss auf mittlere Zeit  
 
Die heute vielgescholtene Amalgam Füllung spielt wegen der wenig begründeten gesundheitlichen Bedenken gegenüber Quecksilber nur noch eine geringe Rolle, obwohl sie nach wie vor die Regelfüllung innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung darstellt. Sie hält im Durchschnitt etwa neun Jahre, In Ausnahmefällen allerdings auch mal 20 Jahre oder mehr.  Die Gefahr für den Zahn geht von der Tatsache aus, dass Amalgam an den Rändern unter der Kaubelastung auf die Dauer nicht stabil bleibt. Es biegt sich auf, die Ränder bröckeln und werden undicht. Dadurch kommen Bakterien in die Tiefe des Randes, die da von keiner Zahnbürste gestört Zucker in Säure verwandeln und zu einer Sekundärkaries unter der alten Füllung führen können.  Oft genauso schlimm oder schlimmer: Durch Spaltkorrosion im Randbereich wird der Zahn förmlich auseinandergesprengt, wie Felsen im Winter durch Eisbildung in Spalten.  
 
Um nicht herauszufallen, braucht die Füllung eine steile Kastenform. Es muss also das Loch im Zahn unter Aufopferung noch gesunder Substanz gezielt erweitert werden.  
 
Wenn die gesundheitliche Belastung durch Amalgam überhaupt ein Rolle spielt, dann am ehesten beim Ausbohren einer alten Füllung. Die Abgabe von Quecksilber an den Körper geschieht ja immer nur von der Oberfläche, und die wird durch die Verspanung vieltausendfach vergrössert, sodass auch mit einer entsprechend höheren Aufnahme in den Körper zu rechnen ist. Hiergegen kann man sich auf Wunsch z.B. mit einer Gummifolie, sogenanntem Cofferdam schützen.  
 



Amalgam Füllung

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