'Zahnerhaltung'
 
Kunststoffüllung  
 
Schön, aber nichts für die Dauer  
 
Sowohl aus Angst vor gesundheitlichen Risiken als auch aus kosmetischen Gründen wird heute gern auf die mehr oder weniger zahnfarbene Kunststoff-Füllung ausgewichen. Damit scheint das Problem fürs erste einmal gelöst. Scheint! Denn nach im Durchschnitt zwei bis fünf Jahren ist eine kaukraft-belastete mittelgrosse Kunststoffüllung im Seitenzahngebiet wieder undicht. Mit zusätzlichem Aufwand und Kosten lässt sich die Lebensdauer zwar erweitern, es bleibt aber dabei, dass eine Kunststoffüllung in aller Regel keine Dauerlösung sein kann.  
 
Das Problem aller Kunststoff-Materialien für Zahnfüllungen liegt in der Schrumpfung beim Hartwerden des Materials, das ja in weichem Zustand in den Zahn eingebracht wird. Dadurch entstehen starke Spannungen sowohl innerhalb der Füllung, was die Verschleissanfälligkeit drastisch erhöht, als auch zwischen Füllung und Zahn, was leicht zu undichten Rändern mit früher Sekundärkaries führen kann. Nicht selten führt diese Spannung auch schon bei der neuen Füllung zu undichten Rändern, die sich durch teilweise sehr starke Aufbiss-Schmerzen bemerkbar machen, speziell bei Körnern und Hartem. Auch eine unvollständige Härtung einer zu dicken Kunststoffschicht mit nicht ordnungsgemäss geprüftem und gewartetem Lichtgerät kann zu solchen üblen Schmerzen führen.    
 
Zum Glück sieht es bei den Schneidezähnen besser aus: Aufgrund der völlig anderen Belastungssituation kann hier mit relativ einfachen Mitteln meist eine ordentliche bis gute Haltbarkeit erreicht werden. Hohe ästhetische Ansprüche verlangen natürlich nach besonderen Verfahren mit geschichteter individueller Farbgestaltung.  
 



Kunststoff Füllung

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